Taekwondo – Kampfkunst mit Hand und Fuß
Taekwondo wird von Sportlern jeden Alters und beiderlei Geschlechts mit Begeisterung betrieben, und ist vor allem auch für Kinder (ab 6 Jahren) sehr gut geeignet, die so spielerisch zu gesunder Bewegung angeleitet werden. Zudem werden stille Kinder ermutigt, sich mehr zuzutrauen, hyperaktive Kinder lernen, sich in eine Gruppe einzufügen und Rücksicht auf andere zu nehmen.
Allen Bereichen gemeinsam ist das »Do«, die geistige Dimension des Taekwondo. Davon fühlen sich viele Sportler angesprochen, die vom Training mehr erwarten als Spaß, Schwitzen und Muskelkater – Taekwondo ist eine Bereicherung für Körper und Geist.
Attraktive Vielseitigkeit
Taekwondo ist koreanisch und bedeutet wörtlich übersetzt Fuß-Faust-Weg.
Dazu gehören: Kicks in allen Variationen (Fuß/Tae), in Bauch oder Kopfhöhe, gedreht, gesprungen, doppelt oder dreifach, und Fausttechniken (Faust/Kwon), vor allem Fauststöße zum Angriff und Blocks zur Verteidigung.
Der Weg (Do) hingegen beschreibt die persönliche Entwicklung, die jeder echte Taekwondoka durchläuft. Es gibt 10 Schülergrade (vom weißen bis zum rotschwarzen Gürtel) und 9 Meister- oder Dangrade (schwarzer Gürtel) – lebenslanges Lernen.
Bei alledem geht es um mehr, als nur um sportliche Fortschritte. Wird Taekwondo richtig gelehrt und erlernt, ist es auch eine Charakterschule. Geduld, Respekt vor dem Gegenüber, Erkennen der eigenen Schwächen und Stärken, Selbstdisziplin sind nur einige Aspekte, mit denen sich der Sportler im Training auseinandersetzen muss.
Die beiden wichtigsten Disziplinen des Taekwondo sind Zweikampf und Formenlauf.
In der DTU (Deutsche Taekwondo Union) wird Vollkontakt-Wettkampf nach den Regeln der WTF (World Taekwondo Federation) betrieben. Der Vollkontakt-Wettkampf ist Olympische Disziplin.
Demgegenüber sind die Formen (Poomsae) eine feste Abfolge von Angriffs- und Verteidigungstechniken, die gegen einen imaginären Gegner ausgeführt werden. Formenlauf ist ebenfalls eine Wettkampfdisziplin. Es gibt private, regionale und internationale Turniere. Bewertet werden hier z.B. die Exaktheit der Ausführung, der Ausdruck und die Dynamik der Bewegungen.
Das Training und auch die Prüfungen bestehen insgesamt aus 4 Disziplinen:
1. Formen (Poomsae oder Taeguk)
2. Selbstverteidigung (Hosinsul)
3. Zweikampf
4. Bruchtest
Die Blue Sharks der TG Schierstein J.P. 1848 gehören der HTU, dem hessischen Landesverband der DTU (Deutsche Taekwondo Union) an, legen hier ihre Prüfungen ab und nehmen an den von der HTU ausgerichteten Lehrgängen und Wettkämpfen (Hessencup, Hessenmeisterschaften z.B.) teil, letzteres bislang ausschließlich im Formenlauf (Technik).
Weil das den besonders Engagierten noch zu wenig ist, beteiligen sich einige Blue Sharks zusätzlich an den offenen Turnieren anderer Verbände.
Die E.T.F. (Euro Taekwondo Federation) ist ein jüngerer reiner Taekwondo-Verband, der versucht, die ganze Vielfalt dieser koreanischen Kampfkunst zu repräsentieren. Hier treten verschiedene Stile (Poomsae, Hyong, Tul etc.) gegeneinander an, und neben Einzel- und Mannschaftswettbewerben gibt es auch Kategorien wie Bruchtest, Selbstverteidigung und Freestyle.
In der WKA (World Kickboxing and Karate Association) ist das Taekwondo, hier Formen/Korean Style genannt, eine von verschiedenen Formen-Kategorien neben Karate, Soft und Freestyle und dem großen Bereich des Kickboxens in allen Versionen. Die WKA trägt einmal im Jahr eine Weltmeisterschaft aus. An der WM 2004 in Basel haben einige Blue Sharks erfolgreich teilgenommen. (s. Chronik)
Literaturempfehlungen (Auswahl):
Eric Wagner
Tae-Kwon-Do perfekt. Technik, Training, Formenschule
Selbstverlag des Autors 2003 (ISBN 3-8330-0795-8)
Das Kampfsport-Lexikon. Von Aikido bis Zen.
Berlin: Verlag Weinmann 2004 (6. Auflage)
Im Internet (Auswahl):
www.taekwondo.de
www.dtu.de
www.h-t-u.de
www.etftaekwondo.de
www.wka-germany.de
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