Mehr Selbstbewusstsein mit Taekwondo
Kampfkunst ist für Kinder sehr geeignet.
Vom 05.01.2006
Schierstein
Von Mareike Russler
Dass es in der Kampfkunst verschiedenfarbige Gürtel gibt, weiß man - doch wie man "Taekwondo" richtig schreibt, nicht unbedingt. Was der Begriff bedeutet, ist noch weniger bekannt, wie vielleicht auch die Tatsache, dass dieser Sport in vielen Wiesbadener Vereinen angeboten wird.
Konzentration liegt in der Luft, es herrscht absolute Ruhe. Mit ruhigem Blick wird das Gegenüber fixiert, während sich die Faust langsam in Abwehrstellung hebt. Blitzschnell schwingt plötzlich das rechte Bein empor, und während einer zackigen Drehung schnellt der Fuß nur haarscharf am Kopf des Partners vorbei: Operation geglückt, niemand getroffen. Das war auch Sinn und Zweck der Übung in der Trainingsstunde der "Blue Sharks", denn beim Taekwondo geht es nicht um aggressiven Kampf, sondern um die ganzheitliche Schulung von Körper und Geist.
Taekwondo ist eine alte koreanische Kampfkunst und heißt übersetzt Fuß-Faust-Weg ("tae" = Fuß, "kwon" = Faust, "do" = der geistige Weg). "Ihr Ursprung liegt in der Landesverteidigung und damit auch im Kampf ums Überleben", erklärt Ioannis Lerakis, der die Taekwondo-Gruppe "Blue Sharks", die seit Januar zur TG Schierstein gehört, gemeinsam mit Gregor Bär trainiert. Da die Verteidigungstechniken geübt werden mussten, ohne dabei Verletzungen zu riskieren, entwickelte sich der Schattenkampf gegen einen imaginären Gegner, der mit der Zeit auch über das Militär hinaus zum beliebten Sport wurde.
Was Lerakis am Taekwondo besonders fasziniert, ist die Vielseitigkeit der Kampfkunst, die den ganzen Körper beansprucht - und nicht nur diesen: "Es geht um Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit, Selbstverteidigung und Konzentration." Darüber hinaus stecke auch ein Stück Alltagswirklichkeit in diesem Sport, denn im Taekwondo muss man sich "wie im richtigen Leben auch" sozialisieren, Regeln akzeptieren und im Falle der Missachtung mit einer Strafe rechnen. Abgesehen davon, dass man sich beim Training abreagieren kann und so einen Ausgleich schafft, verfolge Taekwondo auch einen erzieherischen Aspekt: "Durch das Erlernen von Disziplin kann man vielleicht sogar ein besserer Mensch werden", meint Lerakis nicht ohne ein Schmunzeln. Na, wenn das kein Anreiz für die ein oder andere Mama ist, ihr Kind ins Taekwondo zu schicken . . . .
Natürlich sind die pädagogischen und psychologischen Effekte ein wertvoller Aspekt - aber mal ehrlich, Spaß soll das Ganze doch auch machen. Und das tut es auch, wie die Taekwondoka nach dem Training mit erhitzten Gesichtern erzählen. "Es ist zwar anstrengend, aber es macht riesigen Spaß", erklärt Daniel Metzler, der seit fünf Jahren bei den "Blue Sharks" ist. "Hier ist einfach alles dabei, man dehnt sich, bewegt sich und man nimmt an Turnieren teil." Besonders gefällt dem 15-jährigen Freudenberger der Teamgeist, der beim Taekwondo herrscht. "Wir sind wie eine große Familie", meint er. Doch wie ist das mit den Prüfungen, die man ablegen muss, um die nächste Stufe zu erreichen und einen anderen Gürtel zu bekommen? "Natürlich ist man davor ein bisschen aufgeregt, aber wenn man es kann, hat man ja nichts zu befürchten".Na dann, Dobok an und ab in den Dojang! Die ersten Taekwondo-Kenntnisse sind damit schon erworben: "Dobok" ist der Name für den weißen Anzug der Kampfkünstler, und "Dojang" heißt der Trainingsraum.
Auszug aus dem Main Rheiner online vom 05.01.2006; Quelle: www.main-rheiner.de
Kampfkunst ist für Kinder sehr geeignet.
Schierstein
Von Mareike Russler
Dass es in der Kampfkunst verschiedenfarbige Gürtel gibt, weiß man - doch wie man "Taekwondo" richtig schreibt, nicht unbedingt. Was der Begriff bedeutet, ist noch weniger bekannt, wie vielleicht auch die Tatsache, dass dieser Sport in vielen Wiesbadener Vereinen angeboten wird.
Konzentration liegt in der Luft, es herrscht absolute Ruhe. Mit ruhigem Blick wird das Gegenüber fixiert, während sich die Faust langsam in Abwehrstellung hebt. Blitzschnell schwingt plötzlich das rechte Bein empor, und während einer zackigen Drehung schnellt der Fuß nur haarscharf am Kopf des Partners vorbei: Operation geglückt, niemand getroffen. Das war auch Sinn und Zweck der Übung in der Trainingsstunde der "Blue Sharks", denn beim Taekwondo geht es nicht um aggressiven Kampf, sondern um die ganzheitliche Schulung von Körper und Geist.
Taekwondo ist eine alte koreanische Kampfkunst und heißt übersetzt Fuß-Faust-Weg ("tae" = Fuß, "kwon" = Faust, "do" = der geistige Weg). "Ihr Ursprung liegt in der Landesverteidigung und damit auch im Kampf ums Überleben", erklärt Ioannis Lerakis, der die Taekwondo-Gruppe "Blue Sharks", die seit Januar zur TG Schierstein gehört, gemeinsam mit Gregor Bär trainiert. Da die Verteidigungstechniken geübt werden mussten, ohne dabei Verletzungen zu riskieren, entwickelte sich der Schattenkampf gegen einen imaginären Gegner, der mit der Zeit auch über das Militär hinaus zum beliebten Sport wurde.
Was Lerakis am Taekwondo besonders fasziniert, ist die Vielseitigkeit der Kampfkunst, die den ganzen Körper beansprucht - und nicht nur diesen: "Es geht um Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit, Selbstverteidigung und Konzentration." Darüber hinaus stecke auch ein Stück Alltagswirklichkeit in diesem Sport, denn im Taekwondo muss man sich "wie im richtigen Leben auch" sozialisieren, Regeln akzeptieren und im Falle der Missachtung mit einer Strafe rechnen. Abgesehen davon, dass man sich beim Training abreagieren kann und so einen Ausgleich schafft, verfolge Taekwondo auch einen erzieherischen Aspekt: "Durch das Erlernen von Disziplin kann man vielleicht sogar ein besserer Mensch werden", meint Lerakis nicht ohne ein Schmunzeln. Na, wenn das kein Anreiz für die ein oder andere Mama ist, ihr Kind ins Taekwondo zu schicken . . . .
Natürlich sind die pädagogischen und psychologischen Effekte ein wertvoller Aspekt - aber mal ehrlich, Spaß soll das Ganze doch auch machen. Und das tut es auch, wie die Taekwondoka nach dem Training mit erhitzten Gesichtern erzählen. "Es ist zwar anstrengend, aber es macht riesigen Spaß", erklärt Daniel Metzler, der seit fünf Jahren bei den "Blue Sharks" ist. "Hier ist einfach alles dabei, man dehnt sich, bewegt sich und man nimmt an Turnieren teil." Besonders gefällt dem 15-jährigen Freudenberger der Teamgeist, der beim Taekwondo herrscht. "Wir sind wie eine große Familie", meint er. Doch wie ist das mit den Prüfungen, die man ablegen muss, um die nächste Stufe zu erreichen und einen anderen Gürtel zu bekommen? "Natürlich ist man davor ein bisschen aufgeregt, aber wenn man es kann, hat man ja nichts zu befürchten".Na dann, Dobok an und ab in den Dojang! Die ersten Taekwondo-Kenntnisse sind damit schon erworben: "Dobok" ist der Name für den weißen Anzug der Kampfkünstler, und "Dojang" heißt der Trainingsraum.
Auszug aus dem Main Rheiner online vom 05.01.2006; Quelle: www.main-rheiner.de