Turngemeinde Schierstein 1848 J.P.

Zweitageswanderung auf dem Rheinburgenweg

 
Am 17. und 18.04.2010 war es soweit. Mit 32 Wanderern ging es mit dem Zug von Schierstein über Mainz nach Bacharach und von hier auf Schuster’s Rappen in die Jugendherberge nach Oberwesel. Das Wetter war an diesem Wochenende traumhaft und Regenjacken konnten zu Hause bleiben.
 
Wir starteten am Steeger Tor in Bacharach, wo wir auch schon den ersten Anstieg durch die Mönchsrinne bewältigen mussten. Durch die fantastische Aussicht auf Bacharach mit der Burg Stahleck werden wir für unsere Mühe belohnt. Durch Weinberge, über grüne Wiesen und durch Wälder geht es immer wieder leicht bergab und natürlich auch wieder bergauf. Die herrlichen Aussichtspunkte, wie den Blücherblick auf Kaub, die Burgen Pfalzgrafenstein sowie Gutenfels, begeistern uns immer wieder
 
Am späten Nachmittag erreichen wir die Jugendherberge. Von einer Herberge konnte man hier aber nicht sprechen. Es glich eher einem Hotel mit Schwimmbad, Grillplatz und 4-Bettzimmern, alle mit Dusche und WC. Wir waren super untergebracht. Der Abend endete mit Grillen von Steaks und Würstchen sowie verschiedenen Salaten und natürlich gekühltem Bier, das wir uns redlich verdient hatten. Und das alles zu extrem günstigen Preisen.
 
Der Sonntag sollte noch extremer werden. Nach einem kurzen Abstecher zur Schönburg ging es über einen Felsweg bergab nach Oberwesel. Am Ortsausgang hatten wir zwei Möglichkeiten, unsere Wanderung fortzusetzen. Die Mehrheit entschied sich nicht für den Weinlehrpfad, also folgten wir wieder unserem Zeichen des Rheinburgenwegs. Der Weg führte uns in die Weinberge auf einen Pfad, der alpinen Charakter zeigte. Über Grade kletterten und hangelten wir uns am steilen Ölsbergsteig entlang. Jetzt war Schwindelfreiheit und Trittsicherheit angesagt, was einige nicht hatten. Sichtlich erleichtert und ohne Blessuren erreichten wir den Siebenjungfrauenblick. Es hat aber trotz der Mühe viel Spaß gemacht. Auf Wirtschaftswegen gelangten wir zum Loreleyblick „Maria Ruh“ mit Sicht auf die Loreley, Burg Katz und St. Goarshausen. Hier erinnerten wir uns an die Wanderung vom letzten Jahr und konnten sehen, wie wir dort gelaufen sind. Jetzt ging es wieder bergab ins Galgenbachtal und durch eine kleine Rinne wieder auf die Anhöhe hinauf. St. Goar konnten wir schon von oben sehen. Über einen steilen Pfad mit über 90 Stufen erreichten wir den Bahnhof.
 
Langsam hing uns die Zunge auf der Erde, die Kehle war trocken. Priorität war aber, die Fähre nach St. Goarshausen zu erreichen, denn von hier aus sollte der Zug zurück nach Schierstein gehen. Hier angekommen gab es endlich das ersehnte gut gekühlte Bier. Danach konnte nichts mehr schief gehen. Der Zug kam pünktlich und um 17.00 Uhr liefen wir im „Stifterappler“ ein. Ziemlich fertig, aber glücklich. Nach einer Stärkung fielen alle am Abend ins Bett und träumten von herrlichen Weinbergen, Burgen und einer super Truppe.
 
HIER GEHTS ZU DEN BILDERN!
 
Käthe Hölzer
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(seit 13.09.2011)