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Tour 2008: Wie kommen die Löcher in den Käse?
Das wollten die Dienstagsfrauen dieses Jahr ganz genau wissen. Und wer weiß das besser als die Holländer?
Die Fahrt führte am 1. Mai über Gouda nach Scheveningen, dem wohl bekanntesten Badeort Hollands. Das Wetter an diesem Tage nicht so toll, so dass ein Promenieren am Strand von Scheveningen nicht so viel Spaß machte. In Den Haag bezogen wir mitten in der Stadt unser wunderschönes Hotel. Dass am 30. April der Königinnen-Tag gefeiert wurde, konnte man rund um ihren Palast noch erkennen. Aber wegen Königin Beatrix waren wir nicht nach Holland gekommen.
Bei einer Stadtführung zu Fuß erfuhren wir so einiges über Den Haag, die eigentliche Hauptstadt Hollands. Die Porzellanmanufaktur Delft war es am Nachmittag, in der 30 Maler und Malerinnen mit ruhiger Hand die Tonwaren mit feinem Dekor verzieren. Der Abend gehörte der Miniaturstadt „Madurodam“, ganz Holland im Maßstab 1:25 und bis ins kleinste Detail nachgebaut. Den abendlichen Höhepunkt bildete eine Lasershow, bevor wir die Nacht zum Tag machten.
Anstrengend und jetzt endlich heiß, war der Samstag. Holzschuhe und Käse probieren konnten wir bei einem Besuch des Käsebauernhofes „Clara Maria“. Erfahrene Hände schnitzten aus weichem Holz die schönsten Holzschuhe. Dieselben Hände produzierten aus frischer Milch Gouda Käse. Käse kosten und Holzschuhe probieren konnten wir im Anschluss und der Laden wurde regelrecht leer gekauft.
Amsterdam war es anschließend. Der Stadtrundgang führte uns auch ins Rotlichtviertel sowie ins Wachsfigurenkabinett von „Madame Tussauds“. Hier sind alle Größen der Welt aus Vergangenheit und Gegenwart vertreten, natürlich nur aus Wachs. Der Höhepunkt des Abends war eine Grachtenfahrt, während der wir mit einem köstlichen Dinner verwöhnt wurden. Und bei Dunkelheit mit den vielen Lichtern, wirkt Amsterdam noch heimeliger. Zurück im Hotel waren wir eigentlich müde, aber doch noch nicht müde genug, als dass man sich nicht noch ein Schluck Sekt munden ließ.
Am Sonntag im „Keukenhof“ war man überwältigt von der Farbenpracht. Tulpen über Tulpen und in allen Variationen. Was fehlte noch? Eine typische Windmühle, die zu Holland gehört wie die Blumenfelder. Diese besuchten wir in Leiden, in der auch die Brücke des bedeutendsten niederländischen Malers steht: die „Rembrandt Brücke“.
Und jetzt? Schierstein rief und die Rückfahrt wurde angetreten. Eine tolles Wochenende ging zu Ende und alle freuen sich schon heute auf das nächste Jahr wenn es wieder heißt: Dienstagsfrauen on Tour in Salzburg.
Um die Überschrift aufzulösen, sei folgendes gesagt:
Die Löcher im Käse sind Hohlräume, die durch Kohlesäure-Ansammlungen entstehen. Oder anders gesagt: Gärungsprozesse während der Reifung.
Bericht Jutta Horcher
Tour 2007 - Köln – von den Dienstagsfrauen eingenommen
Und endlich spielte auch das Wetter mit. Seit langem wieder „Sonne pur“, freuten sich die Dienstagsfrauen auf ihren diesjährigen Ausflug. Und der eine oder andere sah schon das kleine „Kölsch“ vor sich stehen. Aber bis dahin sollte es noch einige Zeit dauern.
Die Kirchenglocke läutete 7.00 Uhr am Freitagmorgen, als der Bus die Ehrengartstraße verließ. Die Fahrt dauerte nicht lang bis Höhr-Grenzhausen, im Herzen des Kannenbäckerlandes im Westerwald. Hier besuchte man das Keramikmuseum. Doch zuvor sollte uns ein ausreichendes Frühstück erst einmal den Magen füllen, bevor man die vielen Keramik-Töpfe, -Schüsseln und -Figuren besichtigte. Auch eine Töpferdemo zeigte anschließend die Fingerfertigkeit der Töpferin.
Weiter ging die Fahrt entlang des Rheins nach Königswinter. Und wer kennt es nicht, das „Sea Life“ mit seinem riesigen Aquarium. Einzigartig entführte uns das Sea Life nicht nur in die faszinierende Unterwasserwelt sondern nahm uns gleichzeitig mit auf eine traumhafte Reise in die Sagen- und Märchenwelt.
Doch weiter sollte es gehen. Draußen wartete bereits das Lokomobil, eine kleine weiße Eisenbahn, die uns direkt zur Drachenfelsbahn brachte; dem Wahrzeichen des Siebengebirges. Mit der ältesten Zahnradbahn Deutschlands ging es dann zur Ruine auf dem Drachenfels. Oben angekommen hatten wir einen herrlichen Ausblick, weit in das schöne Siebengebirge hinein und unter uns lag die Rheinebene.
Aber jetzt sollte es doch Köln sein, wo wir am Nachmittag unsere Zimmer im Kosmos-Hotel in Beschlag nahmen. Das Geschnatter nahm kein Ende. Dem konnte nur abgeholfen werden, wenn die Mäuler der Diensttagsfrauen gestopft sind. Das haben wir dann auch im „Paulaner“, einem traditionellen Brauhaus, gemacht. Direkt in der Altstadt von Köln, wo wir uns auch das letzte Kölsch munden ließen. Müde und erschöpft viel man dann irgendwann nachts ins Bett. Denn der nächste Morgen wartete schon. Die Kölner Innenstadt rief. Die Breite Straße bot aber auch alles was man sich denken konnte und so manchen sah man anschließend mit Tüten auf den weiteren Erkundigungen.
Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen im Zentrum und somit bequem zu Fuß zu erreichen, was wir auch taten. Zu sehen gab es viel: Römische Ausgrabungen und Spuren des Mittelalters und direkt daneben sind die Architekturvisionen der Moderne in Glas und Stahl gefasst. Man trifft auf Romantisches und Lustiges, Hochkulturelles und Kitschig-Missglücktes, eben auf pralle Lebenslust, was die Kölner besonders in der Karnevalszeit zeigen.
Die Frage war dann, geht man zu „4711“ oder ins Schokoladenmuseum. Die Antwort war nicht schwer: natürlich das Schoko-Museum. Wir erfuhren alles: vom Anbau, der Ernte des Kakaos und vom weiten Weg von der Kakaobohne bis zur fertigen Schokolade. Und gerochen hat es. Aber wir waren eisern, es hat niemand genascht. Anschließend hieß es schnell umziehen, ein Essen im Hotel und ab in die „Filmdose“, das etwas andere Theater in dem auch schon Ralf Morgenstern gastierte. Das Stück „Pretty Prummen, die Hure, der die Männer vertrauten“ kam uns irgendwie bekannt vor. Es fehlte nur Richard Gere und Julia Roberts. Aber einigen ist entweder das Essen oder das Theaterstück nicht bekommen. Es wurde gekübelt ohne Ende und die Darsteller zogen uns schon mit in das Stück ein. Einige mussten das Stück verlassen und mit dem Taxi ins Hotel fahren. Für viele gab es anschließend ein Kölsch mehr in der Altstadt. Schade.
Der Sonntag kam unwiderruflich. Etwas länger Schlafen, das Schwimmbad besuchen, ein kleines Mittagessen und ab ins Musical „Queen – We Will Rock You“. Obwohl einige von uns bereits nach Hause fuhren, da die Übelkeit kein Ende nahm, sahen wir eine rund zweieinhalbstündige nahezu perfekte Show rund um die Musik von Freddie Mercury. Mit diesen Eindrücken nahmen wir Abschied von Köln und fuhren geradewegs zurück nach Schierstein. Etwas müde, aber doch glücklich dabei gewesen zu sein.
Nächstes Jahr wollen wir uns Amsterdam vornehmen und alle freuen sich bereits darauf.
Jutta Horcher
Tour 2006 / Marzipan, die süßeste Versuchung seit es Lübeck gibt!
Lübeck haben sich die Dienstagsfrauen dieses Jahr zum Ziel gemacht,
bekannt auch für sein berühmtes Marzipan.
Schon im Vorfeld wusste man, vom Wetter her wird es kein schönes Wochenende.
Doch das sollte uns nicht abhalten in den hohen Norden zu fahren.
Bereits um 6.00 Uhr verließen wir Schierstein, um überhaupt noch einiges von der Stadt sehen zu können.
Vorbei an Lübecks Wahrzeichen, dem Holstentor, das von 1958 bis 1991 auf dem 50-Mark-Schein zu sehen war, Dom und Rathaus sowie dem Buddenbrookhaus – das durch den Roman „Die Buddenbrooks – Verfall einer Familie“ von Thomann Mann weltberühmt wurde.
Und die Altstadt Lübecks mit ihren engen Gassen ist einmalig unter den Deutschen Hansestädten.
Komödie “Charlies Tante“ am Freitag, Besuch des Segelschiffes „Passat“ in Travemünde am Samstag und die Musicals „Mama mia“ und „König der Löwen“ in Hamburg am Sonntag waren die Höhepunkte des Ausfluges.
Und allesamt waren begeistert. Und wer Niederegger nicht besucht hat, war nicht in Lübeck.
Man verkostete die berühmte Marzipan-Nußtorte und ließ so manchen Euro hier für die Lieben daheim.
Ab Sonntag spielte auch das Wetter einigermaßen mit.
Ob Lübeck getoppt werden kann, müssen wir nächstes Jahr feststellen,
dann geht es nach Köln.
Jutta Horcher
Tour 2005 / Nürnberg, die Stadt des Lebkuchens
Endlich war es wieder soweit, die Dienstagsfrauen machten Nürnberg unsicher.
Und dieses Mal spielte auch der Wettergott mit, nach 2 Jahren endlich wieder Sonne
Lustig und vergnügt wie immer ging es auf der Fahrt zu bis wir endlich in Fürth, dem ersten Ziel der reiselustigen Dienstagsfrauen, waren. Die Kunst des Bierbrauens wurde uns in der Brauerei Tucher erklärt und anschließend durften wir auch das köstliche Gebräu – zusammen mit den berühmten Nürnberger Würstchen - verkosten. Da man rostet wenn man rastet hatten wir auch nach Ankunft im Hotel nicht viel Zeit bis wir nach dem Essen ein Revue-Theater besuchten. Wir erlebten ein Travestie-Spektakel mit nicht ganz so jungen Damen (oder waren es doch Herren), aber mit viel Federn und Strass und natürlich Striptease. Und noch immer wird gerätselt ob Josi hat oder ob sie nicht hat. Ob ER echt war oder nicht! Sie hatte auf jeden Fall den Genuss beim Men - Strip bis zum Letzten. Und so manch lautes Gelächter hallte danach durch das schöne Hotel Viva Concorde ganz nahe der Altstadt.
Durch die geschichtsträchtige Stadt Nürnberg fuhr uns am Samstag eine historische Bimmelbahn und brachte uns die Sehenswürdigkeiten näher. Vorbei an der erhalten gebliebenen Stadtmauer, Gebäuden und Denkmäler der historischen Altstadt bis hin zur Burg mit ihren grandiosen Sandsteinfassaden. Eben dieses Wahrzeichen Nürnbergs, in der zeitweise alle Kaiser des Heiligen Römischen Reiches residierten, mit Ritter- und Kaisersaal, besichtigten wir anschließend. Abends besuchten wir das Culinartheater, ein Theater á la cart. Hier wurde uns ein vorzügliches 5-Gänge-Menü serviert und zwischen Gourmandise und Kunst ließen wir uns von dem Bühnengeschehen beeindrucken. Es ging alles um „Eine eingebildete Schlanke“. Wir befanden uns mitten in einer Schlankheits- und Schönheitsklinik und so mancher wurde auf die Schippe genommen bis wir uns zum Schluss mit dem Song „Wir wollen niemals auseinander gehen“ (nur die Dienstagsfrauen wissen was gemeint ist) verabschiedeten. An beiden Tagen wurden unsere Lachmuskeln sehr strapaziert.
Dienstagsfrauen sind sehr wissbegierig und so fuhren wir auf der Heimreise noch in die wunderschöne Stadt Bamberg. Auf einer kurzen Stadtführung bekamen wir einen Einblick vom Dom und der historischen Altstadt. Auf dem Weg nach Wiesbaden konnten wir nicht umhin, das barocke Schloss Weißenstein in Pommersfelden zu besuchen. Der Erbauer (1655-1729) war einst Erzbischof von Mainz, er finanzierte es aus privaten Mitteln und ist bis heute noch im Besitze der Familie Schönborn. Prunk und Kitsch ohne Ende.
Ein wunderschönes Wochenende ging am Abend zu Ende. Aber bis zur nächsten Reise – dieses Mal nach Lübeck – haben wir die vielen neuen Eindrücke längst verdaut.
Jutta Horcher
Tour 2004 / ERFURT und WEIMAR – Auf den Spuren der Dichter und Denker.....
.......begaben sich die Dienstagsfrauen auf ihrem diesjährigen Ausflug.
Auf der Hinfahrt stand der Besuch der Wartburg in Eisenach auf dem Programm.
Majestätisch thront die Wartburg seit nahezu tausend Jahren auf ihrem Fels, eingebettet in die herrliche Landschaft des Thüringer Waldes.
Überzeugen konnten sich hier die Dienstagsfrauen wie der geächtete und gebannte Martin Luther
in einem kargen Raum im Jahre 1521 in nur 10 Wochen das Neue Testament übersetzte.
Auch J.W. von Goethe verweilte fünf Wochen auf der Wartburg.
Endlich in Erfurt angekommen wandelten wir bei Regen durch die historische Altstadt,
vorbei an Dom und dem Wahrzeichen Erfurts der „Krämerbrücke“.
Abends genossen wir wie zu Bachs Zeiten die Thüringer Küche im historischen Gewölbe
der alten Tabakfabrik und lauschten dabei den Erzählungen Bachs, der leibhaftig vor uns stand.
Und Marianne Leukel konnte es nicht lassen sich über ihre gesamte Kleidung ein ganzes Bier schütten zu lassen. Sie nahm es aber mit Gelassenheit; war nur anschließend pitschenass.
Bei einigermaßen gutem Wetter besuchte man am Samstag den Mariendom, erbaut im gotischen Stil im Jahre 752 nach Christus. Danach ging es zu Fuß zur Citadelle Petersberg. Eine barocke Stadtfestung mitten in Erfurt mit einem zugänglichen Minenlabyrinth, den wir natürlich auch erkundeten.
Der Abend gehörte dem Theater und man genoss mehr oder weniger in der kleinen Studiobühne der neuen
Oper das Stück „Ich bin nichts, ich hab nichts, aber ich lach mit tot“.
Zum totlachen war es allerdings nicht und die Meinungen über das Stück gingen sehr auseinander.
Beim umherschauen erblinkte man den einen oder anderen auch schlafend. In der Nacht bemerkte ich dann, dass eigentlich nur 3 Zimmer für das Wochenende benötigt werden. Allein 19 Dienstagsfrauen verweilten im Zimmer von Ellen, Monika und Hilde und die Nachbarn fanden erst sehr, sehr spät den Schlaf.
Der Sonntag gehörte wieder ganz der Kultur. Weimar stand auf dem Programm, die Stadt der Dichter und Denker.
Erhobenen Hauptes thronen Schiller und Goethe gemeinsam vor dem Theater und im ebenfalls in Weimar stehenden Goethehaus lebte Goethe und seine Frau Christiane fast 50 Jahre. Man konnte sämtliche Räume durchwandeln in denen er sein bedeutendes Werk „Faust“ entstehen ließ und ein bisschen den Eindruck gewinnen, wie er damals lebte.
Alles geht einmal zu Ende und so auch unser diesjähriger Ausflug. Es war zwar nicht das allerbeste Wetter aber der Ausflug war trotzdem gelungen und man freut sich auf das nächste Jahr. Dann soll es nach Bamberg gehen.
Jutta Horcher
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